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Der Mühlstein

Der Mensch der den Mühlstein trägt
und niemals seine Wünsche wägt,
er läuft in einem Trott,
schmäht sich mit eignem Spot,
wünscht sehnlich sich hinfort
und bleibt doch stets gerade dort.

Das Ende dieser Leere
beginnt mit Schwere.
Den ist die Last des Steins auch groß,
man glaubt dies sei des Schicksals Los
und die lange vorgezeichnet’ Spur,
doch MEINT man dieses lediglich und nur.

Das Ende dieser Mühle,
beginnt mit Kopfes Kühle.
Den Stein lud ich mir selber auf,
tat sogar nen kleinern oben drauf,
ist der Erkenntnis erster Schuss,
und ich allein mach damit wieder Schluss.

Was ist es nun,
was soll ich tun?
Hör auf damit und lass es sein,
denn damit endet Deine Pein.
Was nachher kommt ist nicht die Leere,
sondern nur das Ende der Schwere.

Das was Du willst und suchst,
worüber Du so gerne fluchst,
war immer hier und da gewesen,
tief im Innern Deines Wesens.
Ersetze Deine Angst durch inniges Vertrauen
und fange an Dir etwas zu zutrauen.

Das was Du immer stets gemacht,
hat Dich genau hierher gebracht.
Und willst Du etwas anders haben,
hör auf den Mühlstein mit zu tragen.
Leg die Hände in den Schoß
und lass das Ding doch endlich los.

Folgst Du der Freude als Deinem Weg,
findest Du den versteckten Steg.
Doch eines musst Du wissen,
darfst niemals mehr es missen:
Es zu erreichen braucht es Wille,
doch finden tust Du in der Stille.



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